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Pfeifen, Rauschen, Zischen - welcher Heizungsbauer kennt
sie nicht, die lästigen Geräusche in Heizungsanlagen, die dem Kunden wie
ein Spuk vorkommen. Häufig werden Thermostatventfle dafür verantwortlich
gemacht - allerdings zu Unrecht.
Ursache ist vielmehr ein zu hoher Differenzdruck über
dem Thermostatventil. Der Heizkörper wird dabei in Schwingung versetzt
und kann als Resonanzkörper wirken. Je nach Bauart verstärkt er die Geräusche.
Wie stark diese dann auch in andere Räume übertragen werden, hängt von
Material und Ausführung des Rohrnetzes ab.
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Das Überströmventil Hydrolux schafft - richtig eingesetzt
- schnell Abhilfe bei Geräuschen in der Heizungsanlage
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Thermostatventil unter Druck
Bekanntlich werden Heizungsanlagen auf eine Norm-Außentemperatur
bei gleichzeitiger Beheizung aller Räume berechnet. Dieser Vollastzustand
stellt sich in der Praxis jedoch nur sehr selten ein. Eine Reihe von Einflüssen
führt zur Verringerung des Pumpenförderstroms und somit zum Betrieb der
Anlage im Teillastbereich. Dazu gehören
- eine höhere mittlere Außentemperatur,
- die Angewohnheit vieler Verbraucher, stets einige Heizkörper abzuschalten,
- sowie die Reaktion einzelner Heizkörperventile auf Fremdwarmeeinflüsse.
Ein zurückgehender Förderstrom bewirkt entsprechend
dem Verlauf der Pumpenkennlinie einen Anstieg der Förderhöhe. Zusätzlich
verringert sich der Druckverlust im Rohrnetz, so daß es in Teilbereichen
der Anlage zu einer Überversorgung und damit zur Überschreitung des zulässigen
Differenzdruckes der Thermostatventile kommen kann. Mögliche Folge: Es
pfeift, rauscht und zischt.
Um einer Geräuschbildung entgegenzuwirken, ist es daher
notwendig, den unerwünscht hohen Anstieg der Förderhöhe zu verhindern.
Die einfachste und preiswerteste Möglichkeit ist der Einbau eines Differenzdruck-Überströmventils.
Überströmventil was steckt dahinter?
Betrachtet man die Überströmventile regelungstechnisch,
so werden sie als Proportionalregler ohne Hilfsenergie eingestuft. Die
Regelgröße ist der Differenzdruck. Auf einer direkt ablesbaren Skala wird
der bei Vollast der Heizungsanlage anstehende Differenzdruck eingestellt.
Eine eingebaute Feder hält das Überströmventil so lange geschlossen, bis
der eingestellte Sollwert erreicht ist. Bei Überschreitung des Sollwertes
und weiterem Anstieg des Differenzdruckes öffnet dann das Überströmventil,
bis die Auslegungswassermenge erreicht ist.
Dieser notwendige Differenzdruckanstieg, der zum Öffnen
des Überströmventils führt, wird als Proportionalbereich (P-Abweichung)
bezeichnet. Da sich der eingestellte Sollwert immer um den Betrag der
P-Abweichung erhöht, ist es für den optimalen Einsatz eines Überströmventils
wichtig, darauf zu achten, daß ein Ventil ausgewählt wird, das einen geringen
Proportionalbereich aufweist. Das ist leicht an den flach verlaufenden
Kennlinien des Überströmventils zu erkennen.
Hydrolux in der Praxis
Das folgende Beispiel verdeutlicht den Einsatz eines
Überströmventils z.B. bei einer Heizungsanlage in einem Dreifamilienhaus.
Entsprechend einer angenommenen Heizleistung von 38,4KW ergibt sich bei
einer Spreizung von 20K der Volumenstrom mit 1,65m³/h. Die zugehörige
Forderhöhe beträgt H=2,0 m. Dieser Betriebszustand stellt sich ein, wenn
die Anlage unter Vollast betrieben wird (Punkt A im Kennliniendiagramm).
Der Öffnungsdruck des Hydrolux-Überstromventils ist auf 200 mbar (entspr.
2,0 m) eingestellt.
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Betrieb der Anlage
ohne Überströmventil
Zunächst wird der Kugelhahn in der Bypass-Leitung
geschlossen. Die Drosselung der Thermostatventile bewirkt, daß
der Volumenstrom reduziert wird, die Forderhöhe der Umwälzpumpe
steigt an. Die maximale Förderhöhe (Punkt C im Kennlinien-Diagramm
wird erreicht, wenn alle Thermostatventile geschlossen sind.
Bereits im Teillastbetrieb besteht die Gefahr, daß die Geräuschgrenze
einzelner noch geöffneter Thermostatventile überschritten wird.
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Betrieb der Anlage mit
Überströmventil
Der Kugelhahn in der Bypass-Leitung wird geöffnet.
Unabhängig von der Stellung der Thermostatventile erreicht die
Umwälzpumpe ihre maximale Förderhöhe bereits im Punkt B des
Kennlinien-Diagramms. Eine Überschreitung der Geräuschgrenze
ist nicht möglich.
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Anhand der dargestellten
Demonstrationsanlage können
die Betriebszustände einer Heizungsanlage
nachvollzogen werden. |

A Betriebspunkt (Offnungspunkt Uberströmventil)
B Maximale Förderhöhe mit Überstörnventil
C Maximale Forderhöhe ohne Überströmventil
(1) Arbeitsbereich mit Überströmventil
(2) Erweiterter Arbeitsbereich ohne
Überströmventil
(3) Geräuschgrenze Thermostatventil
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Tips zum Einbau von Überströmventilen
Der Einbau eines Überströmventils ist eine übliche und
zugleich preiswerte Möglichkeit, um die Förderhöhe der Umwälzpumpe zu
begrenzen. Um eine optimale Funktion zu erreichen, muß man allerdings
einige Planungshinweise beachten. Beim Einbau ist zunächst darauf zu achten,
daß die Bypass-Leitung strömungsgünstig bzw. druckverlustarm ausgeführt
wird. Sie ist möglichst kurz, großzügig dimensioniert und ohne vermeidbare
Einzelwiderstände auszuführen, um die Wirkung des Überströmventils nicht
nachteilig zu beeinflussen. Als vorteilhaft hat sich die Anordnung des
Bypasses als direkte Verbindung zwischen Saug- und Druckseite der Umwälzpumpe
herausgestellt.
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Empfehlenswert ist ein Überströmventil immer
dann, wenn die maximale Förderhöhe deutlich über dem Auslegungsbetriebspunkt
liegt. Dieses ist in den meisten Anlagen der Fall.
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Liegt die maximale Förderhöhe einer Umwälzpumpe
unter zwei Metern, ist nicht zu befürchten, daß die Förderhöhe
über den zulässigen Differenzdruck der Thermostatventile ansteigt.
Ein Überströmventil ist hier also nicht erforderlich, es sei
denn, der Wärmeerzeuger erfordert eine Mindest-Umlaufwassermenge.
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Bei Urnwälzpumpen mit flacher Kennline kommt
es nur zu einem geringen Anstieg der Förderhöhe. Ist die Differenz
zwischen dem Auslegungsbetriebspunkt und der maximalen Förderhöhe
kleiner als der Proportionalbereich des Überströmventils, dann
ist eine Begrenzung der Förderhohe durch das Überströmventil
nicht möglich.
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Liegt der Auslegungspunkt nahe dem Punkt der
maximalen Förderhöhe, sind Maßnahmen zur Förderhöhenbegrenzung
fast wirkungslos.
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Bei der Auswahl eines Überströmventils ist
gemäß den Herstellerangaben zu beachten, daß die Nennweite nicht
zu klein gewählt wird. Denn: Zu klein dimensionierte Ventile
öffnen bereits bei einem Teilvolumenstrom vollständig. Steigt
der durch das Überströmventil geleitete Volumenstrom weiter
an, so verhäsich das Ventil wie ein hydraulischer Fest widerstand.
Es kommt zu einem Anstieg der Förderhöhe, der weit über dem
Sollwert liegt.
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