
Man weiß heute: Die Wärmeversorgung eines Gebäudes muss als Gesamtsystem betrachtet werden, bei dem viele Faktoren ineinander greifen – Wärmebedarf (Wohnfläche, Wärmeschutz der Gebäudehülle), Wärmeerzeuger (Kessel, Wärmepumpe, Solaranlage), Wärmeverteilung (Umwälzpumpe, Rohrleitungen) Heizflächen (Heizkörper, Fußbodenheizung), Thermostatventile, Regelung und das Nutzerverhalten. Sind alle Faktoren aufeinander abgestimmt, kann die Heizung optimal arbeiten – im Blick auf den Komfort wie auf den Energieverbrauch.
Dies zeigen neuere Studien über die Zusammenhänge zwischen Gebäude- und Anlagentechnik ebenso wie umfassende Untersuchungen an beste henden Anlagen. Die beschleunigte Umsetzung dieser Erkenntnisse in die Praxis von Heizungsplanung und -ausführung, vor allem durch das in stallierende Handwerk, ist Hauptziel dieser Informationsschrift. Auch die Energieeinsparverordnung (EnEV) fördert das »Systemdenken« nach drücklich. Denn nur auf dieser Basis können energiebewusstes Bauen und die Modernisierung der Heizung (z.B. der Einbau eines Brennwertkessels, einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe) den maximalen Energiespareffekt bringen.
Die Heizung funktioniert optimal und komfortabel, wenn:
Auf die Einstellung kommt es an
Ein entscheidender Schritt zur Optimierung des Gesamtsystems ist der hydraulische Abgleich in Verbindung mit der Anpassung von Pumpe, Armaturen und Regelung. Er sorgt für die optimale Verteilung der erforderlichen Heizwassermenge und damit für die richtige Einstellung der Heizungsanlage: Die von den Heizflächen abgegebene Wärme wird der Wärmemenge angepasst, die tatsächlich nötig ist, um die Räume komfortabel zu beheizen. Fehlt diese Abstimmung, wird mehr Energie verbraucht als nötig. Gleichzeitig vermindert sich der Heiz komfort.